© 2019 AliPaloma.

Hidden Female Pleasure, 2020 | 3D Druck Epoxidharz

COMING SOON AT STADTGALERIE BRUNECK
SUM ERGO SUM
OPENING 31st JANUARY 2020


In der Skulptur „Hidden Female Pleasure“ beschäftigt sich AliPaloma mit der Verschleierung weiblicher Lust und inszeniert eine Klitoris. Von der Decke hängend, kann die Skulptur zwar umseitig betrachtet werden, will man das Lustorgan jedoch näher sehen, trifft man zunächst auf eine Barriere. Durch die Positionierung des Kunstwerks reagiert AliPaloma auf den architektonischen Bestand der Ex Simma-Garage und erzählt die Geschichte der weiblichen Sexualität, insbesondere der Lust als eine Abfolge von Entblößung und Verschleierung. 

 

Die Klitoris, im Kunstwerk etwa 4-mal vergößert, in Realität c.a 8-10 cm groß, wird von etwa 8000 Nerven durchzogen. Die klitorale Struktur erinnert nicht grundlos an das männliche Sexualorgan, denn anatomisch ist die Klitoris das Pendant zum Penis. Unterschied der beiden Geschlechtsorgane ist lediglich deren Lage: während der Penis etwa zu zwei Dritteln außerhalb vom Körper liegt, befindet sich die Klitoris zu über 90% innerhalb des Körpers.

 

Bei sexueller Erregung füllt sich die Klitoris mit Blut und schmiegt sich von innen an Vagina und Vulva, wodurch sie auch durch Penetration stimuliert werden kann. Äußerlich sichtbar ist bloß eine kleine sensible Eichel mit Vorhaut; also nur die Spitze des Eisbergs. 

Die 3D-gedruckte Harzskulptur lehnt sich an die wissenschaftliche Darstellung der Klitoris der Soziologin und Ingenieurin Odile Fillod an, die 2016 als Reaktion auf die Abwesenheit ganzheitlicher Darstellungen des weiblichen Sexualorgans erstellt wurde. Der anatomische Grundaufbau wurde beibehalten, die Schenkel heben sich flügelartig von den Schwellkörpern ab und scheinen das weibliche Lustorgan in Bewegung zu bringen.